Trinität
Die Trinität: Göttliche Hypostasen und ihre Bedeutung im christlichen Glauben
Die Trinität, die im christlichen Glauben die Wesensart Gottes beschreibt, ist ein theologisches Konzept von großer Tiefe und Komplexität. Eine wichtige Unterscheidung ist, dass in der christlichen Theologie nicht von drei "Personen", sondern von "Hypostasen" gesprochen wird. Der Begriff "Hypostasen" bedeutet so viel wie "Seinsstufe" und trägt eine spezielle theologische Bedeutung, die sich von seiner Verwendung in der nichtchristlichen Philosophie unterscheidet.
Die Bedeutung von Hypostasen in der christlichen Theologie
In der christlichen Theologie bezieht sich der Begriff "Hypostasen" auf die in Erscheinung tretende Verwirklichung des abstrakten Seins, das konkrete Vorhandensein in der Realität. Diese Unterscheidung zwischen "ousia" (dem abstrakten Sein) und "hypostasis" (der konkreten Existenz) ist von grundlegender Bedeutung, um die Trinität zu verstehen. Schon in der antiken Philosophie wurde diese Unterscheidung diskutiert, wie etwa von Aristoteles-Kommentator Alexander von Aphrodisias beschrieben. Er erklärte, dass Stoff und Form sich nach ihrem Sein (kat’ ousían) unterscheiden, in ihrem Bestand (hypostásei) und Vorkommen aber untrennbar sind.
Die Formel von dem einen Wesen Gottes in drei Hypostasen wurde zum Bestandteil des christlichen Dogmas. Ein grundlegender Unterschied zur nichtchristlichen philosophischen Bedeutung von Hypostase besteht darin, dass in der christlichen Lehre die Hypostasen nicht hierarchisch gestuft sind, sondern wesensgleich. Sie besitzen dieselbe Substanz und sind nur ihrer Relation nach verschieden.
Die Trinität als göttliches Mysterium
Die Trinität ist ein tiefes Mysterium, das für die menschliche Vorstellungskraft schwer zu fassen ist. Die Bibel selbst bestätigt diese Tiefe und Komplexität Gottes.
„Ich und der Vater sind eins.“ Johannes 10,30
„Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ 2. Korinther 3,17
Der Prolog des Johannesevangeliums, Johannes 1,1-14, hebt die Präexistenz Jesu Christi als das Wort Gottes hervor, das Fleisch geworden ist. Dies unterstreicht die enge Beziehung zwischen Gott dem Vater und dem Sohn:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Johannes 1,1
Auch der Heilige Geist wohnt in den Gläubigen und stellt eine unmittelbare Beziehung zu Gott selbst her:
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ 1. Korinther 6,19
„Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.“ Römer 8,14
Wer wohnte im Tempel Jerusalems? "Die Herrlichkeit des Herrn" (2. Chr 7,1-3; Hes 10,18-19) und so wohnt er nun in uns. Aber was ist die Herrlichkeit (Shechina) oder Geist Gottes anderes als Gott selbst, es ist ein Teil von Seinem Sein.
„Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ 2. Korinther 13,14
„Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Matthäus 28,19
Die Beziehung in Gott
Einfach ausgedrückt: Es gibt nur einen Gott, ein einziges Wesen, das Gott ist. Doch dieses Wesen ist von einer Komplexität, die für menschliche Vorstellungskraft schwer zu fassen ist. Die Bibel selbst bestätigt diese Tiefe und Komplexität Gottes. Ein faszinierender Aspekt der Trinität ist die Vorstellung, dass Gott in sich Beziehung besitzt. Der Vater zeugt den Sohn, und der Vater und der Sohn hauchen den Heiligen Geist. Diese göttliche Beziehung ist ein zentraler Punkt der Trinität und findet sich in zahlreichen Bibelstellen.
„Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“ 1. Johannes 4,8
Die katholische Perspektive
Der katholische Katechismus bekräftigt die Trinität als zentrales Glaubensdogma. Im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) wird die Bedeutung der Trinität ausführlich erläutert. Die Nummern 232-267 im KKK behandeln das Thema der Trinität.
Insgesamt ist die Trinität ein tiefgehendes und komplexes theologisches Konzept, das die Einheit Gottes in seiner Vielfalt beschreibt. Sie verdeutlicht, dass Gott in seiner Wesensart ein Mysterium ist, das über die menschliche Vorstellungskraft hinausgeht, aber dennoch offenbart sich Gott den Gläubigen und tritt in Beziehung zu ihnen.
„Denn jetzt sehen wir durch einen Spiegel, undeutlich; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.“ 1. Korinther 13,12
"Gott ist der immer Andere" - Karl Rahner - Dieser Ausdruck betont die Idee, dass Gott jenseits unserer vollen Erfassung und unseres Verständnisses liegt und immer über das hinausgeht, was wir von ihm wissen können. Es drückt die Transzendenz und die Geheimnishaftigkeit Gottes aus. Wir können nicht verstehen was Gott ist, aber indem wir mit mit Gott in Beziehung treten, dann offenbart er uns wer er ist und was sein Wille ist. Unsere Heiligung und die Rettung unserer Seele gehören ganz vorne dazu.
יהוה - Ich bin, der ich bin / Ich werde sein, der ich sein werde / Ich bin das Sein
Johannes 1,1: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.
„Ich und der Vater sind eins.“ Johannes 10,30
„Mein Herr und mein Gott!“ Johannes 20,28
„Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“ Kolosser 2,9
„Ich bin, der ich bin.“ Exodus 3,14
Jesus beansprucht diesen Titel Gottes "Ich bin". Dies führte zu einer harten Irritation bei den Juden, bei denen dies als eine schwere Sünde galt und sie ihn deshalb wegen Gotteslästerung steinigen wollten.
„Noch ehe Abraham wurde, ich bin.“ Johannes 8,56-59
„Habt Vertrauen, es ist ich; fürchtet euch nicht!“ Markus 6,49-50
„Habt Vertrauen, es ist ich; fürchtet euch nicht!“ Matthäus 14,26-29
„Es ist ich; fürchtet euch nicht!“ Johannes 6,19-20
Markus 14, Lukas 22, Matthäus 26,59 Die Hohepriester und der ganze Hohe Rat bemühten sich um falsche Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod verurteilen zu können. 60 Sie fanden aber nichts, obwohl viele falsche Zeugen auftraten. Zuletzt kamen zwei Männer 61 und behaupteten: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen. 62 Da stand der Hohepriester auf und fragte Jesus: Willst du nichts sagen zu dem, was diese Leute gegen dich vorbringen? 63 Jesus aber schwieg. Darauf sagte der Hohepriester zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Christus, der Sohn Gottes? 64 Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
Heiliger Geist ist eine göttliche Person
Johannes 14,16: Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
„Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Johannes 14,26
„Da sagte Petrus: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belügst ... Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott.“ Apostelgeschichte 5,3-4
„Wählt mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!“ Apostelgeschichte 13,2
Der Heilige Geist wird gesandt, er lehrt und erinnert und wohnt in uns. Der Heilige Geist beruft Menschen.