Die Wahl des Lebenspartners ist eine der tiefgreifendsten Entscheidungen, die wir treffen. Es geht nicht nur um Romantik; es geht darum, gemeinsam im Glauben zu wandeln, eine bedeutsame Beziehung aufzubauen, die Gott ehrt, und sicherzustellen, dass beide Partner genährt und unterstützt werden. Es ist eine Reise, die sowohl Herz als auch Verstand beansprucht – und in der kluge Prüfung am Anfang viele spätere Wunden ersparen kann. Lass dies eine Gebetsreise sein, die von Gottes Weisheit, Verständnis und göttlicher Ordnung geleitet wird.
Eine Partnerschaft, die Jesus Christus im Zentrum hat, ist gesegnet. Beide Partner sollten ein Herz haben, das auf Jesus ausgerichtet ist, und ein Leben führen, das Ihm Ehre bringt. Eure Beziehung sollte geprägt sein von einer gemeinsamen Suche nach Gottes Willen.
Wenn ihr beide in Christus verwurzelt seid, könnt ihr Herausforderungen gemeinsam bewältigen, Freude aneinander finden und euch gegenseitig stärken und inspirieren.
Zugleich gehört dazu ein reifes Prüfen am Anfang: nicht zu früh zu tief emotional investieren, bevor klar ist, ob eure Wege dieselben sind. Gottes Führung offenbart sich auch durch nüchterne Klarheit.
Ist sie deine beste Freundin? Ist eure gemeinsame Zeit von Frieden erfüllt? Wahre Liebe zeigt sich darin, dass das Leben mit der anderen Person schöner, leichter und klarer wird als ohne sie.
Eine Beziehung, die schon am Anfang kompliziert ist, die ständig Drama oder Verwirrung erzeugt, trägt oft den Keim zukünftiger Verletzungen. Die richtige Person bringt eine gewisse Einfachheit und Klarheit mit sich – ein Heiliger Geist getragener Frieden.
Dating sollte eine Zeit sein, in der ihr euch gegenseitig kennenlernt, prüft und schaut, wohin Gott euch führt.
Es sollte ungezwungen, aber rein und keusch sein, sodass Emotionen euch nicht blind machen. Keuschheit schützt das Herz davor, zu schnell zu tief zu fallen, und lässt euch klar unterscheiden, ob ihr wirklich zusammenpasst.
Gute Früchte werden sich zeigen—Freude, Freundlichkeit, Frieden, Geduld—wie in Galater 5,22-23.
Die Bibel fordert uns auf, einander in Liebe zu dienen. Eine dauerhafte Beziehung ist nicht verwurzelt in „Was kann ich bekommen?“, sondern in „Wie kann ich geben?“.
Großzügigkeit in Worten, Taten, Verständnis, Raum, Zeit – so wie Jesus es vorlebt.
„Gebt, so wird euch gegeben werden“ (Lk 6,38).
Doch echte Selbstlosigkeit braucht ein Fundament von Vertrauen und emotionaler Sicherheit.
Misstrauen, Unterstellungen oder Kontrolle zerstören dieses Fundament. Wer ständig Verdacht und Angst in die Beziehung trägt, erzeugt negative Spiralen, die Liebe ersticken.
Selbstlosigkeit wächst dort, wo Vertrauen Raum hat.
Wie es in Philipper 2,3 heißt: „Achte den anderen höher als dich selbst.“
Die Bibel spricht klar über Leitung und Unterordnung, wobei dies als gegenseitiges Vertrauen, Liebe und Dienst verstanden wird.
Leitung ist niemals Kontrolle. Sie ist eine Berufung zu Verantwortung, Schutz, Klarheit und Opferbereitschaft.
Unterordnung ist niemals Zwang. Sie entsteht aus Vertrauen und Freiwilligkeit.
Unterordnung „kommt aus Vertrauen—muss verdient werden—ist freiwillig.“
Entscheidungen, auch große Entscheidungen (Hauskauf, Familienplanung, Beruf), sollen im Geist von Epheser 4,2-3 getroffen werden:
„Seid völlig demütig und sanftmütig, geduldig und ertragt einander in Liebe.“
Ein Mann führt gut, wenn er integrer, stabil, verlässlich und liebevoll ist.
Eine Frau folgt gern, wenn sie erlebt, dass ihr Herz bei ihm sicher ist.
Aber: Eine Beziehung trägt man nie allein. Wenn einer nicht mehr reden will, nicht mehr investieren will, nicht mehr den Frieden sucht, dann kann der andere nicht allein für zwei kämpfen.
Wer jemanden am Anfang kennenlernt, sieht Aushängeschilder: Charakter, Auftreten, Social Media, Werte. Sie zeigen, wer der Mensch in diesem Moment ist.
Liebe bedeutet, den anderen zu wählen – nicht das Projekt, das man aus ihm machen will.
Veränderungen, die später geschehen, sind Gnadenakte und dürfen nie eingefordert werden.
Echter Respekt beginnt damit, den anderen realistisch zu sehen und nichts „wegzudefinieren“.
Misstrauen erzeugt Misstrauen.
Kontrolle erzeugt Rebellion.
Unterstellungen erzeugen Distanz.
Vertrauen erzeugt Vertrauen.
Wertschätzung erzeugt Nähe.
Gutes Denken über den anderen stärkt den anderen.
Beziehungen leben von den Spiralen, die man füttert.
Die Liebe Christus ist eine „positive Spirale“: sie macht den anderen stärker, freier, heiliger.
Ehe ist eine göttliche Idee. Sie braucht eine gemeinsame Vision – und beide müssen bereit sein, diese Vision zu tragen und zu schützen.
„Eins sein“ bedeutet:
den anderen verteidigen,
ihn fördern,
ihn erheben,
seine Berufung respektieren,
und gemeinsam Gott dienen.
„Ich will ihr die Herrlichkeit Jesu Christi zeigen, sie lieben und ihr dienen, egal welche Mühsale mir auferlegt werden.“
Diese Haltung fasst christliche Liebe zusammen.
Epheser 5,25-27 zeigt, dass der Mann berufen ist, Christus nachzuahmen: gebend, reinigend, erhebend.
Christliche Liebe macht den anderen heiliger, nicht kleiner.
„Sei egoistisch beim Dating und selbstlos in der Ehe.“
Im Dating bedeutet „egoistisch“:
ehrlich prüfen, was man sucht;
klare Grenzen setzen;
nicht zu schnell alles geben;
auf die eigenen Warnsignale hören.
In der Ehe bedeutet „selbstlos“:
die eigenen Bedürfnisse zurückstellen,
die Frau schützen,
ihr dienen,
ihr Halt geben.
Ein Mann kann nur führen, wenn er Vertrauen verdient.
Und eine Frau kann nur folgen, wenn sie inneren Frieden dabei spürt.
Eure Beziehung soll euch beide näher zu Christus führen.
Deine zukünftige Ehefrau soll wiedergeboren sein, Jesus an erster Stelle haben und geistlich reifen wollen.
Gemeinsamer Glaube trägt:
im Alltag,
in Konflikten,
in Entscheidungen,
in der Zukunftsplanung.
Ein Mann, der geistlich führen will, muss selbst im Geist geführt werden.
Eine Ehe gedeiht durch Gegenseitigkeit, Großzügigkeit und Opferbereitschaft.
Jeder Mensch muss gebraucht werden, jeder muss spüren, dass er kostbar ist.
„Der andere ist ein Teil von dir.“
Eine Frau nach Sprüche 31
Lass uns abschließend über Sprüche 31 nachdenken, die schöne Beschreibung einer tugendhaften Frau, die all diese Qualitäten verkörpert—Stärke, Weisheit, Hingabe und Liebe:
10 Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Korallen an Wert. 11 Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie und es fehlt ihm nicht an Gewinn. 12 Sie tut ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. 13 Sie sorgt für Wolle und Flachs und arbeitet voll Lust mit ihren Händen. 14 Sie gleicht den Schiffen des Kaufmanns: Aus der Ferne holt sie ihre Nahrung. 15 Noch bei Nacht steht sie auf, um ihrem Haus Speise zu geben und den Mägden, was ihnen zusteht. 16 Sie überlegt es und kauft einen Acker, vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. 17 Sie gürtet ihre Hüften mit Kraft und macht ihre Arme stark. 18 Sie spürt den Erfolg ihrer Arbeit, auch des Nachts erlischt ihre Lampe nicht. 19 Nach dem Spinnrocken greift ihre Hand, ihre Finger fassen die Spindel. 20 Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen und reicht ihre Hände dem Armen. 21 Ihr bangt nicht für ihr Haus vor dem Schnee; denn ihr ganzes Haus ist in prächtigem Rot gekleidet. 22 Sie hat sich Decken gefertigt, Leinen und Purpur sind ihr Gewand. 23 Ihr Mann ist in den Torhallen geachtet, wenn er zu Rat sitzt mit den Ältesten des Landes. 24 Sie webt Tücher und verkauft sie, Gürtel liefert sie dem Händler. 25 Kraft und Würde sind ihr Gewand, sie spottet der drohenden Zukunft. 26 Sie öffnet ihren Mund in Weisheit und Unterweisung in Güte ist auf ihrer Zunge. 27 Sie achtet auf das, was in ihrem Haus vorgeht, Brot der Faulheit isst sie nicht. 28 Ihre Kinder stehen auf und preisen sie glücklich, auch ihr Mann erhebt sich und rühmt sie: 29 Viele Frauen erwiesen sich tüchtig, doch du übertriffst sie alle. 30 Trügerisch ist Anmut, vergänglich die Schönheit, eine Frau, die den HERRN fürchtet, sie allein soll man rühmen. 31 Gebt ihr vom Ertrag ihrer Hände, denn im Stadttor rühmen sie ihre Werke!
Eine von Gott gesegnete Ehe ist eine, in der zwei Individuen, die beide von Gott geliebt sind, im Glauben, im Zweck und in der Liebe eins werden. Lasst euch von diesen Worten leiten, einen Partner zu suchen, der die Liebe und Weisheit Christi widerspiegelt und der mit euch, Hand in Hand, auf das Reich Gottes zugeht.
Kleine Checkliste:
Bist du bereit und fähig, Geduld zu bewahren - Siehst du es ein falls du niemals jemanden bekommen solltest, dennoch auf Gott zu vertrauen?
Siehst du in der Beziehung auf eine überschaubare Zeit die Möglichkeit zu heiraten?
Beruhen deine Gefühle auf der Realität oder bildest du dir Sachen nur ein? Liebst du wirklich sie und nicht nur dein Bild von ihr?
Bin ich bereit dazu, meine Frau auch geistlich zu leiten und ihr in jeder Hinsicht zu dienen?
Habe ich einen gefestigten Charakter und entwickle ich mich geistlich weiter?
Bin ich eine Lokomotive oder nur ein Wagon, der sich anhängt?
Wem und für was bin ich verantwortlich?
Inwieweit bringe ich mich in die Gemeinde ein? Was sind meine geistlichen Gaben? Was sind ihre?
Sind meine Motive, eine Ehe anzustreben, eigensüchtig oder machen sie Gott Ehre?
Kann ich uns finanziell versorgen?
Was sagen meine Eltern und meine Freunde zu der Idee diese Frau zu heiraten?
Bring dein Leben in Ordnung – zumindest in den Grundzügen – bevor du eine Familie gründest.
Deine Arbeit ist wichtig, aber lass nicht zu, dass sie dich so sehr vereinnahmt, dass du der Familie die Zeit vorenthältst, die du ihr schuldest.
Guter Humor und eine dauerhaft heitere Gesinnung sind das wertvollste Geschenk, das du deiner Frau und deinen Kindern machen kannst.
Deine Frau sollte deine beste Freundin und Gefährtin sein. Zeige ihr wenigstens dieselbe Aufmerksamkeit wie damals, als sie noch deine Verlobte war.
Achte ihren Arbeitsbereich. Kaum etwas ist so lächerlich und schädlich wie ein übereifriger Ehemann, der sich in die Angelegenheiten seiner Frau einmischt.
Wenn deine Frau, abgesehen von der Haushaltsführung, für einen Beruf geeignet ist, erlaube und unterstütze sie darin.
Vergiss in Bezug auf deine Kinder nicht, dass Erziehung eine Kunst ist: eine schwierige und feinfühlige Kunst, die aus ein bisschen Theorie, viel gesundem Menschenverstand und vor allem viel Liebe besteht.
Vorbild ist der Schlüssel der Erziehung. Verdiene dir Respekt und Gehorsam durch dein eigenes Handeln.
Sei in allem sehr „männlich“, bedenke jedoch, dass das völlig vereinbar ist mit der liebevollen Zuneigung, die deine Lieben brauchen.
Und wenn du das Glück hast, ein Gläubiger zu sein, möge Christus das Licht und die Freude in deinem Leben sein, während du deine Pflichten als Vater und Ehemann erfüllst.
Das Zuhause wird so sein, wie du es gestaltest. Das sollte dein großes Lebenswerk sein.
Die unmittelbare Verwaltung des Besitzes liegt in deinen Händen. Sei weitsichtig, umsichtig und handle mit viel gesundem Menschenverstand.
Dein guter Geschmack und deine Sorgfalt – mehr als Geld – sollen euer Zuhause zu einem einladenden Rückzugsort für alle Familienmitglieder machen.
Versuche immer, die Braut deines Mannes zu bleiben. Lass es durch deine Worte und durch dein Auftreten sichtbar werden.
Vergiss nie, dass vor deinen eigenen Kindern – und selbstverständlich vor deinen Eltern – dein Ehemann kommt.
Mögen deine Worte, deine Freude und deine innere Ruhe eine Wohltat und Erholung sein für alle, die in eurem Haus leben oder es besuchen.
Deine erste Pflicht gegenüber deinen Kindern heißt Zärtlichkeit. Darauf aufbauend wird es dir zusammen mit deinem Mann leichterfallen, diese schwierige und feinfühlige Kunst, Erziehung genannt, auszuüben.
Schreie nicht und verliere nicht die Beherrschung. Deine Kinder werden dir besser gehorchen, wenn du ruhig mit ihnen sprichst.
Achte besonders auf Ordnung und Haushaltsführung: auf die Essenszeiten und eine bedachte Haushaltskasse.
Schließlich, wenn du das Glück hast zu glauben, dann suche deine Stütze in Gott, denn in Ihm wirst du immer die Kraft und Gnade finden, die du für deine schöne Lebensaufgabe brauchst.